Der Verein

31. Jul. 2009

MUSCHEL – MUSCHI – STOIBER!

So etwa kann man sich den Erzähl-Werkelladen (neudeutsch: Workshop) vorstellen. Denn gewerkelt haben wir. Und es war anstrengend und lustig und interessant und informativ. Allein schon das Erlebnis neue Menschen kennenzulernen, wobei sich sofort das Gefühl von Vertrautheit einstellte. Sich im spontanen Erzählen ergeben, die Fantasie fluten lassen, Emotionen aussprechen, verlangt Vertrauen und Offenheit. Und die war überraschenderweise sofort da. Kein Eisbrecher musste kommen, um wie bei einer steifen Party irgendwelche Förmlichkeiten aufzubrechen.

Ich hatte den Eindruck, der Werkelladen war nicht nur für die geeignet, die sich zum rauschebärtigen Märchenonkel ausbilden lassen wollten. Mitnichten! Er schien mir für alle geeignet, die lernen möchten in der eigenen Fantasie zu schöpfen, meditativ in sich zu forschen, um dabei schlummernde Fähigkeiten zu wecken und zu trainieren. Die Geschichten, so schön und tief sie waren, glichen mir eher dem Geländer, auf dem die Werkelnden sich in eine neue Welt wagen.

Was musste man, außer der Brotzeit, noch mitbringen: Offenheit für andere und sich selbst. Das war’s. Alles weitere hat sich von selbst ergeben – natürlich dank der wundervollen Anleitung der Oberwerkelantin Peggy. Plötzlich sprudelten wir über mit Analogien, Gedankensprüngen und Bildern. Und ebenso plötzlich ergab eine Jakobsmuschel, die als Anregung zwischen den Kissen auf der Bühne lag, eine Geschichte. Muschel – Muschi – Stoiber. Tja, auch einem Politiker täten die Fantasiewerkeleien gut. Dann wüsste auch “der Äääähhdi” wieviel fantasievolle Abzweigungen es bei ehefräulichen Kosenamen geben kann.

Warum das alles eigentlich: Weil es im Leben mehr gibt als nur zu Funktionieren.

M. (Teilnehmer)

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